SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

23Mai/08Off

Crowdsourcing – Wen oder was erreiche ich damit

Autor des Artikels: Matias Roskos

Crowdsourcing wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft noch mit amateurhafter Kostenlos-Arbeit gleichgesetzt. Das wird jedoch den Möglichkeiten und bereits existierenden und entstehenden Crowdsourcing-Konzepten in keinster Weise gerecht.

Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Projekte und welche Ansätze sich in Sachen Crowdsourcing durchsetzen können. Mit ziemlicher Sicherheit werden es in erster Linie die Konzepte sein, die auf eine faire Entlohnung der Crowd, der beteiligten und mitarbeitenden Community setzen.

Aber wen oder was genau kann man mit Crowdsourcing erreichen?

Crowdsourcing wird in erster Linie als Möglichkeit gesehen Dienstleistungen erbringen zu lassen, die eine Software nicht erbringen kann. Man zielt also auf ein Produkt, ein konkretes Ziel ab. Das kann wie im Fall von Mechanical Turk von Amazon die Indizierung von Bildern sein, das Sortieren von Fotos, das Erstellen von Produktbeschreibungen, Übersetzungsjobs oder eine andere schlichte Aufgabe. Das können Kreativleistungen wie das Designen von T-Shirts (Threadless, LaFraise) oder das kollaborative Arbeiten an vorgegebenen Aufgabenstellungen sein, wie wir sie mit VOdA immer wieder für Kunden umsetzen. Oder es kann um das gemeinsame Brainstormen bis hin zur Entwicklung technischer Geräte gehen, wie im Falle von Crowdspirit.

Als möglicher Container für Viralmarketing

Eine konkret definierte Zielsetzung ist eine der beiden Richtungen, in die Crowdsourcing-Projekte hin ausgerichtet werden. Aber es gibt noch eine zweite, die oft unterschlagen und von vielen unterbewertet wird. Und das ist der Bereich Virales Marketing.

Durch Crowdsourcing entstehen nicht nur greifbare Ergebnisse, die für sich allein schon einen Mehrwert bieten und auf die allein etliche Crowdsourcing-Projekte (Mechanical Turk) ausgerichtet sind. Die Menschen, die sich an Crowdsourcing-Aktionen beteiligen, beschäftigen sich ganz automatisch mit der Marke, dem Produkt, dem Slogan, der Strategie des Kunden. Und wenn dieses Produkt entsprechendes Potential besitzt, entsteht dabei Mundpropaganda. Die involvierten Menschen erzählen Freunden davon, sie bloggen darüber, sie laden Kollegen ein mitzumachen. Sie werden kreativ, sie voten, sie kommentieren, laden Fotos hoch, sie bringen eigene Ideen ein und lassen sich von anderen inspirieren. Crowdsourcing bietet somit ideale Bedingungen für Virales Marketing.

Crowdsourcing als Container in Social Networks

Crowdsourcing kann als alleinstehende Maßnahme aufgesetzt oder aber in größere Marketingkampagnen integriert werden. Crowdsourcing hat die vielfältigsten Facetten, die man nie außer Acht lassen sollte, wenn man über intelligente Marketing-Strategien nachdenkt. Und somit kann Crowdsourcing ganz sicher auch ein interessanter Container hinein in Social Networks sein. Man gelangt auf eine sympathische Art und Weise – wenn die Rahmenbedingungen wie Prämierung und andere Incentives, Dauer, AGBs, niedrige Einstiegshürden, präzise aber nicht einengende Vorgaben stimmen!!! - hinein in eine Community und kann damit ein gutes Instrument für virales Marketing in Social Networks sein.

Crowdsourcing ist kein Selbstläufer! Vieles muss bei guten Aktionen beachtet und vorher besprochen werden. Crowdsourcing ist eine intelligente Möglichkeit um spannende Ergebnisse zu generieren und um Mundpropaganda anzuregen. Crowdsourcing lohnt sich also um Gespräche zu initiieren und gleichzeitig spannende Ergebnisse zu erzielen. Dies kann für alle Unternehmen Sinn machen, die bisher die üblichen Marketinginstrumente genutzt haben und bereit sind neue Wege hinein ins Internet und vor allem heran an die dort agierenden Menschen zu entdecken. Dabei ist es wichtig, das man sich der Risiken und der Hürden bewusst ist. Darum sollte man dabei nie auf professionelle und erfahrene Hilfe verzichten.

Nachtrag: Als dritte Zielrichtung von Kreativ-Crowdsourcing: Suchmaschinenmarketing.
Siehe hierzu den Artikel "Crowdsourcing im Kreativbereich als SEM (Suchmaschinen-Marketing)".

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