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20Okt/10Off

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.

Autor des Artikels: Matias Roskos

Dies ist ein Gastbeitrag von Anke Stöppel! Sie hat eine Diplomarbeit zum Thema "Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch." verfasst und als Buch herausgebracht. Obwohl sie dafür keinen Verlag fand, wusste sie sich selbst zu helfen. Ich find solche Projekte, wo Menschen kreativ werden und anpacken statt sich selbst zu bemitleiden großartig. Und ich finde das Thema extrem spannend. Darum gern hier auf Socialnetworkstrategien der Support für dieses Buch. Hier der Bericht der Macherin Anke Stöppel. Viel Erfolg!

Im Sommersemester 2009 entstand meine Diplomarbeit „Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.“ Ich hatte mir die Aufgabe gestellt, möglichst viele Tipps zum Klimaschutz in den eigenen vier Wänden zusammenzustellen und diese anschließend selbst auszuprobieren. Während sich die bereits vorhandene Literatur auf 11, 33 oder 50 Tipps zum Klimaschutz beschränkt, habe ich über 300 Tipps zusammengetragen. Selbstversuche dieser Art gab es bisher nur in England (Leo Hickman) und in den USA (Colin Beavan), nicht aber in Deutschland. Die Zusammenstellung von theoretischem Text und Selbstversuch ist gänzlich neu.

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.

Die Diplomarbeit bestand aus neun einzelnen Heften. Der Leser konnte die einzelnen Kapitel nach seinen Wünschen umsortieren. So beginnt die junge Mutter mit dem Kapitel „Kleidung und Ernährung“, während der arme Student im Kapitel „Energie“ Sparmöglichkeiten findet, die auch der Haushaltskasse zu Gute kommen. So entstand ein individueller Farbcode auf dem Buchrücken.

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Ein Selbstversuch.

All diese Neuerungen stießen auf rege Begeisterung. Ich sammelte nicht nur Blogeinträge und Zeitschriftenartikel, sondern auch Namen und Email-Adressen interessierter Leute, die mein Buch unbedingt lesen wollten. Die gesamte Kommunikation mit interessierten Bloggern, Journalisten und Lesern (in spe) lief online ab.

Also machte ich mich auf den Weg, einen Verlag für mein Buch zu finden. Doch ich stieß spätestens bei der Erwähnung meiner neuartigen Bindung auf Ablehnung. Die potentiellen Leser löcherten mich mit Anfragen, die Verlage lehnten der Reihe nach ab. Ich fühlte mich gefangen, wollte ich es doch meinen Lesern endlich ermöglichen, das Buch in seiner vollen gestalterischen und inhaltlichen Bandbreite zugänglich zu machen. Da kam mir eine Idee…

Books on demand ermöglicht den Druck und die Verbreitung meines Buches. Somit wird der Inhalt zugänglich. Das Buch ist nun in vielen
Online-Shops erhältlich. Die Gestaltung muss der Leser selbst übernehmen: Er bohrt die Löcher für die Buchbinderschrauben, zerschneidet das Buch in neun Teile, bastelt neue Umschläge usw. Fotos des fertigen Buches kann der Leser per Mail an
info@klimaschutz-selbstversuch.de schicken, damit sie auf dem Blog www.klimaschutz-selbstversuch.de ausgestellt werden.

Die großen Politiker sind nicht bereit, sich für mehr Klimaschutzv einzusetzen (obwohl sich die meisten Deutschen dafür aussprechen). Okay, dann fangen wir eben alleine an, das Klima zu schützen.

Die großen Verlage sind nicht bereit, eine neue Idee zu unterstützen (obwohl es offensichtlich Anklang in der Leserschaft findet). Okay, dann machen wir uns unsere Gestaltung eben selbst.

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