SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

15Dez/10Off

Die sinnvolle Verknüpfung von realem und virtuellem Leben – Meine-Ernte.de

Autor des Artikels: Matias Roskos

Oft bemängeln Menschen, denen ich über den Weg laufe, an meiner Arbeit, dass ich mich da ausschließlich im virtuellen Raum bewege. Und dass es da noch das "echte" Leben gibt. Das da draußen. Außerhalb des Internets.

1. Aus meiner Sicht gehört das Internet für immer mehr Menschen dazu, zum echten Leben. Es ist Hilfsmittel, Recherchetool, Informationsquelle und vor allem auch Kommunikationsraum für die Menschen. Eine so klassische Trennung von realer und virtueller Welt halte ich daher für kaum noch aufrecht zu erhalten.

2. Ich bewege mich nicht nur in der virtuellen Welt. Ich habe einen Sohn, für den ich versuche da zu sein. Ich liebe es Ski zu fahren. Ich bin auf Konferenzen und in Workshops und treffe die Menschen ganz real. Und ich bin Inhaber eines Spielwarenladens, den meine Frau (erstklassig) führt. Habe also auch ein richtiges Old-School-Reallife-Business noch nebenbei. Dort wird man mich zur Weihnachtszeit auch häufiger hinter dem Tresen treffen. Das macht Laune! Und erdet ganz gewaltig.

3. Ja, auch ich halte es falsch, wenn man nur in virtuellen Sphären denkt und agiert. Die Verknüpfung dieser "Welt da draußen" mit der für viele noch befremdlichen virtuellen Welt ist unabdingbar und nimmt immer weiter zu. Von daher rate ich Kunden auch immer nicht allein in Internetdimensionen zu denken, wenn es um Online-Marketing, Innovationsmanagement, Crowdsourcing, Social Media, Communityaufbau und so weiter geht. Man sollte immer schauen, wo sinnvolle Schnittmengen sind. Wo kann man geschickt Brücken bauen ins reale Leben außerhalb des World Wide Web.

Hier nun ein Projekt, das genau dies auf grandiose Weise beherzigt. Und das Internet effektiv nutzt, um in der realen Welt da draußen etwas aufzubauen. Ein tolles Projekt, von dem ich mir wünsche, dass es davon in der Zukunft noch viel mehr gibt.

Die Rede ist von Meine-Ernte.de. Worum gehts? Um den eigenen Gemüsegarten. Neulich hatte mir ein guter Freund von diesem Projekt erzählt, das mich sofort begeisterte. Zum einen, weil ich gesunde Ernährung für immer wichtiger halte. Es gibt so viel "Scheiß", den wir täglich in unseren Körper reinstopfen. Und von dem niemand weiß, was langfristig das Zeug in uns drinnen anrichtet.

- Nicht umsonst arbeite ich mit meiner Agentur VOdA seit diesem Sommer ehrenamtlich für die Sarah Wiener Stiftung. -

Zum anderen finde ich "meine ernte" spannend, weil der Weg ganz direkt aus dem Internet hinaus führt ins reale Leben. In die Natur. Auf ein Gemüsebeet, das Ihnen gehören kann, wenn Sie sich bei "meine ernte" anmelden.

Meine-Ernte.de Webseite

Ich ging bei Google auf die Suche und fand ein spannendes Interview zu dem Projekt bei Heide Liebmann. Hier ein kleiner Auszug:

Erzählen Sie doch mal kurz, wer Sie beide sind und wie Sie überhaupt auf die Idee gekommen sind.
Die Idee entstand aus eigenem Bedarf, Wanda und ich haben bereits gemeinsam studiert und da stand oft ein Fertiggericht oder Fast Food auf dem Speiseplan. Mit dem Alter kam dann die Einsicht, was eigentlich gesund ist und gut tut. Da haben wir dann überlegt und fest gestellt, dass Eigenanbau doch eigentlich das Beste ist, als Mieter in der Großstadt jedoch ein Ding der Unmöglichkeit. So entstand dann die Idee, wir haben erste Gespräche mit Landwirten geführt und so den Stein ins Rollen gebracht.

Sie sind ja beide Marketingexpertinnen – haben Sie den Namen und den Online-Auftritt selbst entwickelt?
Ja, richtig, den Namen „meine ernte“ haben wir selbst entwickelt. Er spiegelt aus unserer Ansicht genau das Erlebnis wider, das der Gärtner genießen soll: das eigene Gemüse zu ernten und zu genießen! Den Online-Auftritt haben wir ebenfalls selbst entwickelt und viel Schweiß und Mühe reingesteckt. Und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Frau Liebmann hat sich selbst dort ein Beet gemietet und berichtet davon voll Begeisterung. Das kann ich mir gut vorstellen. Und da im Interview Folgendes zu lesen ist:

Wir planen die Gemüsegärten bundesweit zu etablieren. Bereits in der nächsten Saison 2011 werden wir an folgenden neuen Standorten sein: Berlin, Bielefeld, Bochum, Hannover, Münster, Leverkusen und Potsdam. Uns ist es wichtig, dass auch Gartenneulinge bei meine ernte mitmachen können und so unterstützen wir sie durch verschiedenen Maßnahmen...

sollte ich vielleicht mal darüber nachdenken, für 2011 auch ein Beet am Rande von Berlin anzumieten.

Auf jeden Fall: viel Erfolg "meine ernte". Ein tolles Projekt.

Und hier das passende Video dazu:

hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann abonniere doch diesen Blog per RSS Feed!

Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

Kommentare (0) Trackbacks (0)

Die Kommentarfunktion ist hier derzeit deaktiviert.

Trackbacks are disabled.