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4Feb/13Off

Was ist Vine? Nicht das, was man denken würde

Autor des Artikels: Matias Roskos

2012 war DIE am stärksten im Fokus und intensiv genutzt Social Media Plattform sicherlich Instagram. Was unter anderem mit dem Kauf durch Facebook und dem ein oder anderen Skandal rund um die Nutzungsbedingungen zu tun hatte. Aber vor allem auch mit der intensiven Nutzung durch die Community. Hinter Instagram steht eine gute Idee, eine exzellent funktionierende Smartphone-App, erstklassige Sharing-Funktionalitäten (um Viralität entstehen lassen zu können unerlässlich) und mittlerweile eine gewaltige Community, die Instagram intensiv zu nutzen weiß.

2013 könnte das Jahr von Vine werden.

Was ist Vine?

Vine? Das ist kein neuer Online-Shop für Weine, wie man im ersten Moment denken könnte. Vine ist der junge Twitter-Bruder, in dem die Nutzer Short-Videos in der Vine-Community teilen können.

We're also happy to share the news that Vine has been acquired by Twitter. Our companies share similar values and goals; like Twitter, we want to make it easier for people to come together to share and discover what's happening in the world. We also believe constraint inspires creativity, whether it's through a 140-character Tweet or a six-second video.

Although we've joined Twitter, you don't need a Twitter account to use Vine (but signing up is a little quicker if you do!). We are thrilled to be part of Twitter, and look forward to the opportunities we can pursue together in the future.

heißt es im Vine-Blog.

Das Besondere daran - und damit auch ein ganz entscheidener Unterschied zu Youtube, MyVideo & Co. - ist, dass diese Videos höchstens sechs Sekunden lang sein dürfen. Es wird das Twitter-Prinzip - "Fasse dich kurz" - konsequent übernommen.

Aber hierfür muss der Nutzer nicht sechs Sekunden ohne Unterbrechung filmen. Es ist möglich in der Aufnahme zu stoppen, wieder zu starten, stoppen, starten. So sind viele kleine Einzelszenen möglich, aus denen ein solches Short-Video besteht. Die Community beweist bereits, wie kreativ man mit dieser knappen Zeitspanne umgehen kann. Ein paar Beispiele sind im Twitter-Blog zu sehen.

Vine kommt, so wie es auch bei Instagram der Fall ist, als eine Smartphone-App daher. Aufgenommen wird direkt in der App so lange, wie man den Bildschirm berührt. Löst man den Kontakt, stoppt die Aufnahme. Dies macht wunderbare Stop-Motion-Effekte möglich. Gern würde ich einen großartigen Film, der aus vielen Einzelbildern besteht, hier zeigen. Doch da zeigen sich bereits erste gravierende Schwächen von Vine.

Bisherige Schwächen von Vine

Bisher ist das Sharing der Videos nur bedingt möglich. Es geht in einem Blog oder einer anderen Webseite nur, in dem man die eigene Twitter-Nachricht einbindet. So wie im nachfolgenden Video von mir.

Problematisch wird es aber, wenn ich das Vine-Video eines anderen Nutzers einbinden möchte. Für ein anderes Video (siehe iPhone-Screenshot) war es mir beim besten Willen nicht möglich eine Sharing-Möglichkeit zu entdecken. Auf Twitter konnte ich den Vine-Nutzer nicht finden. Und auf Vine selbst kann ich auf dem iPhone keinerlei Sharing-Möglichkeiten ausmachen. Ich kann nur andere Videos liken und kommentieren, aber nicht das Video eines anderen Nutzers auf Facebook teilen oder es tweeten. Das geht - bisher - nur beim Erstellen eines eigenen Videos. Das ist verdammt schade. Denn dieses Video ist extrem gut und sehenswert. Ich kann es noch nicht einmal verlinken. Weil ich es auf Twitter nicht ausmachen konnte. Es existiert allein auf Vine. Und ist damit wohl nur über das Smartphone aufrufbar.

StopMotion auf Vine

Auch ein ein persönliches Vine-Profil gibt es bisher nur in der Vine-App selbst, nicht aber aufrufbar über den Web-Browser am PC. Oder kennt da jemand einen Trick?

Aber auch hier dürften sich schnell neue Wege auftun. Denn es entstehen jetzt bereits die ersten Apps von anderen Firmen rund um Vine. Super! Das ist das wunderbare am Social Web und den Schnittstellen, wenn es sie denn gibt. Viele kleine, innovative Firmen bzw. Entwickler bringen eigene Apps heraus, die die Nutzung von Vine, Twitter, Facebook & Co. vereinfachen.

Wer hier gute Tipps hat: nur her damit. Mit den neuen Vine-Diensten konnte ich mich bisher noch nicht näher beschäftigen.

Mein Fazit zu Vine

Ich bin gespannt, wie Vine sich die kommenden Monate entwickeln wird. Mein persönlicher erster Eindruck ist extrem positiv. Das macht Laune. Mit den Möglichkeiten der Sechs-Sekunden-Aufnahme spielen genauso wie die vielen kreativen Ideen anderer. Für Kreative ist Vine eine traumhafte Spielwiese. Mal sehen, was der Internet-Normalnutzer daraus macht.

Und: Twitter muss und wird nachbessern. Um die Nutzung, vor allem aber die Sharing-Möglichkeiten zu verbessern. Denn gerade Sharing bedeutet zunehmende Viralität. Und durch die verbreitet sich erst eine neue, innovative App und deren Inhalte.

Danke an das Vine-Team für diese geniale Idee.

PS: Wer ist auch bereits auf Vine? Mich findet man dort unter "Matias Roskos".

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