SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

8Mai/12Off

Gratis-Comic-Tag am 12. Mai – ein komplettes Paket mit 30 Comics wird verlost

Autor des Artikels: Matias Roskos

Sie sind Comic-Fan? Sie lieben gute Illustrationen und ausgefallene Storys? Dann ist Ihnen der Gratis-Comic-Tag sicherlich bereits ein Begriff. Am 12. Mai 2012 ist es wieder soweit. Viele Comicverlage und Comic-Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben gemeinsam eigens für diesen Tag 30 Hefte produziert, die man sich kostenlos in den teilnehmenden Läden mitnehmen kann! Diese Hefte repräsentieren einen wunderbaren Querschnitt durch das Angebot dieser Verlage und reichen von der Graphic Novel über Superhelden-Comics und Comics für Kinder bis hin zu den Klassikern.

Und noch besser ist, dass es die Möglichkeit gibt ein Komplett-Paket dieser 30 Gratis-Comics gewinnen kann! Und zwar im VisualBlog: "Comic Woche im VisualBlog mit Verlosung eines Komplettpakets vom Gratis Comic Tag!". Eine einmalige Gelegenheit in den Genuss von erstklassigen Comics zu gelangen. Ich wünsche viel Erfolg!

30Jun/10Off

Wunderbare iPhone-App für Kinder

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich bin "nebenbei" ja auch Papa, wie viele meiner Leser vielleicht wissen. Mein Sohn ist 6 Jahre und das Wichtigste in meinem Leben. Zu 100%. Auch wenn er manchmal zurückstecken muss, wenn Papa auf Reisen ist zu Konferenzen oder bei Kunden in ganz Deutschland.

Als Papa hat man verschiedenste Verpflichtungen. Man ist ja unter anderem auch dazu da, dem Sohn neue spannende Dinge aus der virtuellen Welt zu zeigen. Natürlich, nachdem man mit ihm Baden war oder Fußball gespielt hat. Ich halte übrigens das Spielen draußen, das im echten Leben, für deutlich wichtiger als den Computer. Damit mich hier niemand missversteht. Aber ich denke auch, dass man nicht umhin kommt mit den neuen Möglichkeiten der virtuellen Welt aufzuwachsen. Und wenn man lernt damit umzugehen und es gekonnt dosiert, ist das auch durchaus ein bereicherndes Element.

die Abrafaxe: iPhone-App Mosaik

Mein Sohn liebt mein iPhone. Vermutlich genauso wie ich. Auf jeden Fall ist er immer stolz wie Bolle, wenn er es mal nutzen darf. Meist, um sich auf Youtube eine Wickie-Folge anzuschauen. Oder um gegen mich "Vier gewinnt" zu spielen. Vor kurzem aber habe ich eine neue, geniale App entdeckt. Ich selbst habe schon in meiner Kindheit voll Genuss das Mosaik mit den Abrafaxen gelesen. Und seit einem Jahr hat auch mein Sohn sein Mosaik-Abo. Nun wurden wir in einer Beilage des Heftes (Achtung: Marketing!) darauf hingewiesen, dass es nun auch eine iPhone-App für das Mosaik gibt.

Die iPhone-App fürs Mosaik

Man kann sich zeitgleich also die aktuelle Folge des Mosaiks mit den Abenteuern der Abrafaxe auf sein iPhone laden. Das kostet 1,59 €. Damit liegt der Audio-Comic 0,81 € unter dem Heft-Preis der Printausgabe. Mein Sohn ist absolut begeistert von der App und hört sich die Folgen immer wieder an. Und vergleicht dann meine Fähigkeiten als Vorleser mit denen auf der App.

Die ersten drei Folgen sind zum Antesten kostenlos, was ich jedem Papa bzw. jeder Mama mit iPhone nur empfehlen kann. Einfach mal die kostenlosen Mosaik-Folgen testen bei ihrem Kind. Und wenn es gefällt, entweder das Heft abonnieren oder ab und zu eine Folge fürs iPhone nachordern.

Die Mosaik-iPhone-App für die Abrafaxe

So schaut für mich zeitgemäßer Umgang eines Verlags mit den Möglichkeiten der virtuellen Welt aus. Der Mosaik-Verlag macht dort gerade verdammt viel verdammt richtig. Mein ehrliches Kompliment. Bitte weiter so. Ich bin begeistert!

Mehr dazu auch in einem langen Beitrag im VisualBlog, in dem ich auch auf die Comicbücher dazu und den großartigen Kinofilm mit Nena eingehe.

4Aug/09Off

Neue Comics via iPhone-App

Autor des Artikels: Matias Roskos

Schon neulich hatte ich darüber berichtet, dass im Bereich Comics aktuell eine ganze Menge passiert im Internet. Das ist völlig konsequent und gut so. Denn Fans von Comics sind fast nie rein regional ansässig, sondern verteilen sich über die ganze Welt. Da war es in der Vergangenheit eher erstaunlich, wie zögerlich Verlage im Internet versuchten sich zu etablieren und neue Wege zu gehen. Aber Verlage ganz allgemein haben ja so ihre Probleme mit dem Internet und tun sich extrem schwer Erlösmodelle zu entwickeln. Hier nun ein Beispiel, wie es klappen könnte.

Dass übrigens die Zeichner selbst oft wenig Engagement im Netz zeigen, halte ich zwar für einen großen Fehler, kann das aber durchaus nachvollziehen. Sie sind in erster Linie Artists. Sie widmen sich ihrer Kunst und haben mit Marketing und Selbstdarstellung oft nicht viel am Hut. Hier müssen die Verlage den entsprechenden Part mit abdecken.

Auf der ComicOn wurde unter anderem nun eine iPhone-App aus dem Hause Iconology präsentiert (mehr Infos dazu beim Examiner). Ich halte das iPhone für einen der spannendsten Distributionskanäle um in der Zukunft nicht nur Content zum Endnutzer zu bringen, sondern gleichzeitig auch noch sinnvolle Erlösmodelle damit zu koppeln. Der hier beschrittene Weg ist vom Prinzip her der gleiche wie bei Textunes, die versuchen Bücher online zu den Leuten zu bringen.

comixology

Eine kostenlose (oder für einen ganz geringen Betrag zu erwerbende) App fürs iPhone wird angeboten. Dazu kann man comiXology kostenlos in Comics reinschnuppern. Gefällt einem das Buch, zeigt einem comiXology den nächstgelegenen Comic-Händler an. Oder man kauft es direkt über comiXology und zieht es auf sein iPhone. Genau dieses Prinzip des Stöberns ist es, was aus meiner Sicht diese Konzepte zum Erfolg führen wird. Man muss nicht etwas kaufen um zu sehen was drin ist. Wie in einer echten Buchhandlung kann ich blättern, schauen, stöbern. Ich kann kostenlos antesten. Gefällt es mir, downloade ich es. Da aber viele Buchnarren (wie ich) gern ein echtes Buch oder Comicheft zuhause stehen haben, läuft es meist darauf hinaus, dass man sich doch das echte Buch kauft. Aber ich lese auch mehr und mehr direkt auf dem iPhone. Das hätte ich vor einem halbe Jahr noch für kaum möglich gehalten. Aber so kann ich auch zwischendurch weiter lesen.

Auf jeden Fall sind genau solche Projekte wie comiXology ein Teil der Zukunft von Verlagen. Das iPhone und vor allem der daran gekoppelte App-Store als Marketingbaustein UND gänzlich neuer, alternativer Vertriebskanal werden ein wichtiger Teil der Zukunft von Künstlern im Bereich Literatur und Comic sein. Daran führt kein Weg vorbei.

Ich stöber jetzt mal weiter auf meinem iPhone bei comiXology. Macht Laune. Danke, Felix, für den tollen Tipp!

22Jul/09Off

myComics.de – neue Comic-Community aus dem Hause Panini

Autor des Artikels: Matias Roskos

mycomics.de

Panini hat sich in den vergangenen fast 40 Jahren einen Namen gemacht mit Klebebildchen von Fussballern. Nach und nach, vor allem nach dem Kauf durch Marvel, stieg man zu einem der drei größten Comicverlage in Europa auf. Die Klebebildchen sind seit den 90ern also nur noch ein Standbein von mehreren. Nun testet man in Deutschland einen neuen Weg, um die Comic-Gemeinde hierzulande weiter an Panini zu binden. Mit myComics.de brachte man vor wenigen Wochen eine Seite an den Start, die erste Anlaufstelle für die deutschen Comicfans werden soll.

Als Leseproben stehen bereits etablierte Comics bereit. Es gibt "Web-Cartoons, witzige Kurzgeschichten, Science-Fiction, Superhelden, Fantasy und die edleren Graphic Novels". Man verlässt sich also nicht allein auf eine erst im Entstehen befindliche Community, von der man nie zu 100% sagen kann ob und vor allem wie schnell sie eine relevante Größe erreicht. Ein redaktionell gepflegter Unterbau soll dafür sorgen dass die Seite wie ein Magnet interessierte Comicleser, Fans und dann auch Zeichner anzieht. Eine Strategie, die aus meiner Sicht absolut richtig ist und leider von so vielen Startups, hinter denen Verlage oder andere größere Unternehmungen stecken, mit den Worten abgetan wird: "Redaktion brauchen wir nicht. Kostet nur unnötig Geld. Das muss auch so funktionieren mit dem Wachstum und so. Das macht die Community schon von allein. Oder?" Genau: Oder?! Es gibt keine Automatismen im Internet. Aber es gibt Cases, wo bestimmte Dinge funktioniert haben. Und auch nicht.

Ich freue mich, dass man bei Panini diesen Mischweg beschreitet und hoffe, dass eine redaktionelle Zuarbeit auch mittelfristig erhalten bleibt. Herzstück der Plattform soll aber sicherlich die Community werden. Sie kann bewerten und natürlich kommentieren. Und vor allem kann sie auch selbst Inhalte hochladen. User Generated Content, der an dieser Stelle absolut Sinn macht. Dass es hierbei schon wirklich Vorzeighaftes gibt, beweisen einige gute Beispiele, so diese Death Dealer Zeichnungen. Die technische Umsetzung mit dem Flashplayer, den man auch auf Fullscreen schalten kann, ist sehr gelungen.

mycomics.de

Es wäre schön, wenn neue Talente entdeckt werden, die dann den Sprung zum Print schaffen, oder aber schon bestehende Comics neue Fangruppen erschließen könnten.

erklärte Max Müller, Verlagsleiter Comics beim deutschen Ableger der Panini-Gruppe in einer Pressemitteilung.

Ob gerade dieser spannende Teil der Plattform angenommen wird, müssen die kommenden Monate zeigen. Ich weiß von einigen befreundeten Comiczeichnern, dass sie dem skeptisch gegenüber stehen. "Schade um die Zeit" sagen sie. Ich kenne die Firmenpolitik von Panini zuwenig um einschätzen zu können, wie ernst es dem Verlag mit dem Entdecken neuer Talente ist. Und ob das letztendlich auch finanziell interessant für diese ist. Denn ein solches Portal muss aus Nehmen und auch Geben bestehen. Will sagen: wenn man Talenten eine Plattform geben möchte, muss man diese auch fördern und ihnen echte Möglichkeiten bieten.

Es gefällt mir als jemand der mit seiner Agentur VOdA regelmäßig Crowdsourcing-Contests im Kreativbereich umsetzt selbstverständlich ausgesprochen gut, dass man gleich mit einem Contest versucht Aufmerksamkeit zu gewinnen und der Community etwas zu bieten. So heißt es bei myComics.de:

Es ist soweit, der erste Wettbewerb ist gestartet!
Ab sofort kann jeder registrierte User am Wettbewerb mitstimmen. Der Wettbewerb läuft vom 01.07.2009 bis zum 31.07.2009. Ihr könnt einen oder mehrere Comics wählen. Ihr könnt alle 24 Stunden neu wählen.
Für die Sieger gibt es neben Ruhm und Ehre auch noch ein paar handfeste Preise zu gewinnen:

  • 1. Preis: 300,- Euro
  • 2. Preis: Einkaufsgutschein über 100,- Euro für den Online-Shop von www.paninicomics.de
  • 3. Preis: Einkaufsgutschein über 50,- Euro für den Online-Shop von www.paninicomics.de

Naja - noch nicht die Welt. Damit lockt man wahre Könner nicht hinter dem Ofen vor. Aber es ist ein (richtiger) Anfang.

Für Comictalente ist ein solches Portal, das durchaus dem Bereich Crowdsourcing zugeordnet werden kann, eine spannende Option um auf sich aufmerksam zu machen und möglicherweise neue Fans zu finden. Was ich jedoch nicht ganz verstehe ist, warum man sich nicht mit den relevanten Social Networks verbindet. Auf MySpace sind ja viele Artists bereits unterwegs. Hier sollte man seine neue Plattform ankoppeln. Auch auf Facebook gibt es Fangruppen in diesem Segment. Zu denen sollte man den Kontakt suchen, ohne sie mit Marketing-Spam zu nerven! Aber vielleicht ist das ja auch bereits geschehen. Eine umfassende Social Media Strategie ist von außen zumindest noch nicht zu erkennen. Aber: Panini ist einen wichtigen und richtigen Schritt gegangen. Viel Erfolg damit!

16Jul/09Off

Gibt es Perry Rhodan wirklich?

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ist das Internet nun eine fiktive Welt? Nicht real, wie so mancher behauptet. Alles nur virtuell, nicht wirklich? All die Gespräche, Emails, Kommentare nicht echt und damit unrelevant und außerdem auch gleich folgerichtig asozial?

Perry Rhodan twittert. Dem Helden vieler Science Fiction Fans kam man seit Anfang Juli 2009 auf Twitter followern. Einer Kunstfigur, die es über 30 Jahre nur auf Papier (und den Köpfen der Leser) gab. Sie wird im Internet... real?

Die Perry Rhodan Welt ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Seit 1961 jede Woche ein neues Heft. Mittlerweile über eine Milliarde verkaufter Exemplare. Aktuelle Auflage ca. 80.000 Stück. Der Wikipedia-Eintrag zeigt warum und wie erfolgreich Perry Rhodan und damit sein Verlag Pabel Moewing, eine Bauer-Tochter, ist.

Ganz konsequent setzt man immer mehr auch auf mobile Inhalte und auf das Internet. Man hat die Zeichen der Zeit bei den Perry-Rhodan-Machern erkannt. Gut so. Twitter ist sicherlich ein zur Zeit spannender Kanal um zu testen, ob man damit eine relevante Anzahl von Fans erreichen kann. Das Ganze kann man im Segment Viralmarketing/Internetmarketing ansiedeln. Denn Geld wird damit noch nicht verdient. Aber potentielle Leser können jeweils von Freitag bis Freitag chronologisch den aktuellen Fortgang der Heftgeschichte verfolgen. Und werden so zum Kauf des Heftes animiert.

Ab dem 17. Juni 2009 folgt konsequent der nächste Schritt. E-Books gibt es schon seit geraumer Zeit. Doch nun kann man die aktuelle Geschichte via textunes, das ich selbst bereits intensiv nutze, im App-Store für 1,59 € kaufen und dann auf dem iPhone lesen. Eine spannende Alternative zum Heft. Wenn auch der wahre Fan wohl weiter das Heft im Regal haben möchte. Haptik siegt über Platzeinsparung.

"Die neuen Medien ersetzen das bisherige Papierformat nicht, sie ergänzen es. Es freut mich sehr, dass 'Perry Rhodan'-Leser ihre Lieblingsserie so genießen können, wie es ihre Erfinder vor beinahe fünf Jahrzehnten noch selbst als pure Science Fiction angesehen hätten", erklärte Chefredakteur Klaus N. Frick in einem Interview.

Der Pabel Moewing Verlag zeigt damit, dass man die neue Web 2.0 Welt ganz offensichtlich verstanden hat und zu nutzen versteht. Und Dank des iPhones und des angeschlossenen App-Stores gibt es für den Print-Bereich und auch für andere kommerzielle Unternehmen einen Kanal, über den man nicht nur kostenlos etwas als Marketingbaustein seinen Fans anbietet, sondern auch echte Umsätze generiert werden. Die Zukunft des Konsums, meinetwegen auch des Kommerz, hat damit begonnen.

Ich selbst habe nur ein großes Problem. Ich habe bisher noch kein einziges Perry Rhodan Heft gelesen. Und es gibt einige, die mir davon auch abraten. Man sollte kritische Stimmen nicht ganz ausklammern. Hier mal ein Beitrag aus dem Jahr 1969, der arg überspannt ist, aber durchaus nachdenklich macht. Interessant dabei auch die Diskussion unter dem Video auf Youtube.

Mal sehen. Vielleicht steige ich via iPhone mal mit ein und schaue, ob ich mit Perry Rhodan was anfangen kann. Die neue komplexe Strategie der Macher jedenfalls ist goldrichtig. Kompliment.